Der Orgelbau

Der grösste Wunsch meines Vaters war es, eine Orgel und unserem elterlichen Haus zu bauen. Man kann sagen, dass mein Vater dabei an den Bau einer Kleinorgel dachte. Aus dieser Perspektive unterhielt er aktive Kontakte mit Orgelbauern, war u.a. Mitglied der Stiftung Orgelcentrum in Leiden und der Gesellschaft der Orgelfreunde in Deutschland. Natürlich habe ich davon auch einen Tick abbekommen. Zu seiner Berufung gehörten auch Besuche bei Pfeiffenfabriken ( z.B. Firma Stinkers in Zeist ) und Orgelbauern, die in Kleinorgelbau spezialisiert waren, wie zum Beispiel der Orgelbauer van Oosten in Rotterdam-Overschie.



C.M. van Esch - orgelbouwer
Pa an seinem Arbeitsplatz von......
C.M. van Esch - orgelbouwer
.....Orgelbauwer van Oosten.....
C.M. van Esch - orgelbouwer
.......eben hören.....


C.M. van Esch - orgelbouwer
.......Auch ich durfte etwas zum Besten geben

Durch sein umfangreiches Netzwerk war es ihm möglich, um an altes Pfeiffenmaterial und andere Teile zu einem redlichen Preis zu kommen. Desweiteren bekam mein Vater die Möglichkeit, um im Keller des Ladens an seinem eigenen Entwurf zu arbeiten.

C.M. van Esch - orgelbouwer
Innenansicht der Orgel
C.M. van Esch - orgelbouwer
Präzisionsarbeit

Orgelbauer Arie Verduyn aus Slikkerveer hatte für unsere zukünftige Orgel sogar schon eine Zeichnung angefertigt. Es war vorgesehen, dass die Orgel im Wohnzimmer im Schrank unter der Treppe aufgestellt werden sollte. Es handelte sich herbei um den Schrank in dem meine Mutter all ihre Haushaltsgeräte stehen hatte wie z. B. den Staubsauger, Reinigungsmittel, alte Putztücher, Nähsachen, Blumentöpfe usw. Dies sah nach Problemen aus.

C.M. van Esch - orgelbouwer
Zeichnungen der zukünftigen Hausorgel
C.M. van Esch - orgelbouwer
Pa schaut bei jemand in Vlaardingen noch einmal nach seinem Traum......

Mein Vater wäre nicht mein Vater, wenn er nicht schon ein Model von der Orgel auf dem Kaminsims stehen hätte. So konnte sich die Familie langsam aber sicher mit seiner Idee vertraut machen. Viel Rechenarbeit haftete an dem Orgelbau. Die verrücktesten Orte wurden dafür benutzt.

C.M. van Esch - orgelbouwer
Bach schaut zu, wie eine Orgel gebaut wird......

Letztendlich, nachdem er jahrelang damit beschäftigt war – das Zusammenbauen war das Schönste – kam das erste Prunkstück hervor, die Front. Diese war nach eigenem Entwurf und Materialien, die mein Vater von überall her beschafft hatte, geschaffen.

C.M. van Esch - orgelbouwer
het front
    
 
C.M. van Esch - orgelbouwer
Schnitzereien aus Basalholz, Pfeifen aus Zinn und Blei und.........
C.M. van Esch - orgelbouwer
natürlich Eichenholz......

In 1974 starb mein Vater unerwartet mit 55 Jahren, wodurch die Orgel nicht fertiggebaut werden konnte. Die Front wurde aufbewahrt und ist in ihrer vollen Pracht in meinem Studienzimmer in meiner heutigen Wohnung in Leiderdorp zu sehen. Ich wohne zusammen mit meiner Ehefrau Inge in einem Appartement  in Leiderdorp. Vor einigen Jahren bin ich der glückliche Besitzer von einem Johannus Rembrandt 350 geworden. Die Front hat somit eine würdevolle Bestimmung erhalten.



Leiderdorp
Die Johannus Rembrandt 350 Orgel in der Frontansicht


Leiderdorp
Im Arbeitszimmer

Leiderdorp
genügend Auswahl an Registern


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