Orgeln
Zögernde, erste Schritte............

Rotterdam Schiebroek


Ref. Meidoornkerk ( 1966 )


Mit 19 Jahren gab ich am 4. März 1966 mein erstes öffentliches Konzert auf der Orgel in der Meidoornkerk in Rottrdam-Schiebroek. Das Konzert wurde von der reformierten Jugendvereinigung „Batelka“ organisiert zu Gunsten der Hungersnot in Indien. Die Einnahmen für „Essen für Indien“ waren dafür vorgesehen, um den grössten Hunger zu stillen. Es war ein Konzert in Zusammenarbeit mit dem Hillegersberger Männerchor unter Leitung von Jan Kriek, meinem Lehrer für Chorleitung, und einigen Mitgliedern der Jugendvereinigung. Meine Aufgabe bestand darin, den Klarinettisten und den Pianisten zu begleiten.

Rotterdam Hillegersberg

Hillegondakerk ( 1966 bis 1978 )

Nach diesem Konzert – ich war schweissgebadet – folgte schnell ein eigener, erster Auftritt auf der Orgel der Hillegondakerk. Der Anlass hierfür war die Silberhochzeit meiner Eltern. Ihr Wunsch war es, ein schönes Weihnachtskonzert als Geschenk zu bekommen. Und wer kann einem solchen Wunsch schon widerstehen? Das Programm sah folgender massen aus:

Programma
Programm des 1. Orgelkonzerts in der Hillegondakerk


kerst kerst
Jan und Henk registieren während des Konzerts  Pa und Ma während des Konzerts ( links vorne )  
 und hinter mein Unkel Jan
                                                               
Nach dieser intimen Familienvorstellung wagte ich den Sprung an die Öffentlichkeit. Die Gemeinde der Berkapel – in der in Organist war – wurde im darauffolgenden Jahr zum nächsten Weihnachtskonzert eingeladen. Sicherheitshalber machte mein Vater eine Karte, um sich einen guten Platz in der Hillegondakerk zu sichern.


gereserveerd

        Nach dem Weihnachtskonzert machte mein Vater auf dem Programm folgende Anmerkungen:

1e kerstconcert Hillegondakerk

Die Weihnachtskonzerte wurden unter anderem ermöglicht, durch die selbstlose Mitarbeit des unvergesslichen Küsterehepaars Dirk und Eef van Vlissingen sowie einigen aktiven Gemeindemitgliedern der Bergkapel. So mussten auch noch einige Aufgaben geklärt werden, wie zum Beispiel das Schreiben und Drucken der Einladungen und Programme, das Anzünden der Kerzen, die Stühle aufstellen, die Heizung u.s.w. Der Kirchenrat stellte die Kirche kostenlos zur Verfügung, wodurch kein Eintritt verlangt werden musste.
Im folgenden Jahr wurde die Veröffentlichung ausgebreitet und die Vorderseite des Programms mit einer Zeichnung der angehenden Künstlerin Marleen Felius geziert. Marleen kannte ich, da sie Mitglied der Bergkapel Gemeinde war.


Programma

Die Alt Reinata Heemskerk wirkte das erste Mal bei einer Aufführung mit. Ich hatte schon des Öfteren in der Meidoornkerk in Rotterdam-Schiebroek mit ihnen zusammengearbeitet. Reinata war bereit, um ihr Talent in der Öffentlichkeit zu beweisen.


Auch in der Presse erschienen die ersten Berichte.


pers

1970 wurde es grösser und anders. Der Hillegersberg’s Chr. Männerchor, Reinata Heemskerk und ich wirkten gemeinsam in einem Programm mit unter Mitwirkung eines Konzertagenten der via Reinata die Organisation übernahm. Auch jetzt hiess es, genügend Werbung in der Zeitung  mit den dazugehörigen Rezension.

Heemstede

Ref. "Pinksterkerk" - Camplaan ( 1980 )


pinsterkerk
Heemstede - Ref. "Pinksterkirche"
pinkersterkerk
front

Nachdem ich 1979 von Rotterdam nach Bennebroek umgezogen war, wollte ich wieder mit dem Orgelspiel beginnen. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten in der O.L.V. Hemelvaart, war ich auf der Suche nach einer geeigneten Orgel für Aufführungen. Dabei traf ich auf die ref. Pinksterkerk in Heemstede.

Schnell wurde mir klar, dass es problematisch war, um dort zu üben und regelmässig Konzerte zu geben. Dies kam durch die mit dem Orgelspiel v erbundene Geräuschkulisse, die den  Schachclub im Untergeschoss der Kirche bei ihrer Konzentration störte.

Oster 1980 hatte ich ein Konzert aufgeführt.

Oude Kerk  - Wilhelminaplein ( 1980 bis 1983 )

oude kerk heemstede
Oude Kerk - Heemstede - zwei Orgelfronten

oude kerk heemstede
Heemstede - Alte Kirche
oude kerk heemstede
Alte Kirche - Spieltisch

Dann mal weiter suchen. In der Oude Kerk ( niederl. ref. ) am Willeminaplein hatte ich Erfolg. Glücklicher Weise konnte ich in dieser Kirche auch üben und in Absprache mit Küster Rot, konnte ich auch meine Konzerte geben. Während der Jahre 1980 bis 1983 stand mir diese Kirche mit ihrer einzigartigen Ausstrahlung zur Verfügung. Es war die Kirche, in der Paul Chr. van Westering Organist. war. Sie hatte eine schöne Orgel mit einer Besonderheit: von einem Spieltisch aus, spielte man auf zwei Orgeln ( siehe Foto oben ), was einige Schwierigkeiten bereitete, jedoch einen „Stereo“ Effekt gab. Als ich 1983 erfuhr, dass Pläne zum Abriss dieser Orgel bestanden, wurde es für mich höchste Zeit, meine Zelte dort abzubrechen. Inzwischen ist die Orgel einer restaurierten Orgel mit einer Klaviatur gewichen.  

Overveen 

R.K. Kerk O.L.Vrouwe Onb. Ontv. - Korte Zijlweg ( 1983 bis 2000 )

 
Durch Zufall kam ich in diese Kirche. Ein Kirchenmitglied fragte mich, ob ich den Trauergottesdienst für einen verstorbenen Familienangehörigen in Overveen spielen wollte. Ahnungslos ging ich zu dieser Kirche und war sofort beeindruckt von der wundervollen Orgel sowie der einzigartigen Akustik.
Da ich doch auf der Suche nach einer Orgel war, auf der ich meine Orgelvorführungen geben konnte, tat ich alles um diese Gelegenheit zu bekommen. Es war nicht einfach, um den Fuss zwischen die Tür zu bekommen. Letztendlich war es doch geglückt. Der damalige Pastor van Schie und später Pastor Jan Hopman, hatten wörtlich genommen eine „Schlüsselposition“ inne, was von Vorteil war, um in die Kirche zu kommen. In Overveen hatte ich von 1983 bis 2000 Aufführungen gegeben.


Overveen
 front

Overveen
R.K. Kerk Overveen - Spieltisch
Overveen
Overveen R.K. Kerk - Korte Zijlweg

Hillegom

Grote oder St- Maartenskerk ( 1983 & 1984 )



Hillegom
front
Hillegom
Grote ober St-Maartenskerk - Hillegom




hillegom
Ton registriert bei den Konzerten
Während der Jahre 1983 und 1984 gab ich auch einige Aufführungen in dem „Bollenstreek“. In dem gemütlichen Hillegom konnte ich bis zur Restaurierung der Orgel regelmässig üben sowie Aufführungen geben.


Den Haag

Grote oder St- Jacobskerk ( 1984 )

den haag
Spieltisch Grote oder St-Jacobskerk
den haag
Grote oder St-Jacobskerk - front

Mit dem damaligen Küster der Grossen Kirche unterhielt ich einen guten Kontakt. Dies hatte zur Folge, dass ich 1984 abends im Dunkeln eine Aufführung geben konnte. Nur bei der Orgel durften einige Kerzen brennen. Der Kirchenrat durfte davon nichts erfahren, da das Fest ansonsten nicht hätte stattfinden können. Mit einer kleinen Zuhörerzahl wurde dies ein unvergesslicher Abend.



den haag
Grote oder St-Jacobskerk - Den Haag

Leiden

Hartebrugkerk  ( 1986 )


Leiden
           Hartebrugkerk - Leiden
Leiden
                       Hartebrugkerk - front
Leiden
Spieltisch Hartebrugkirche

Als ich 1986 von Heemstede nach Leiderdorp umzog, war es von selbstsprechend, dass ich nach einer geeigneten Übungsorgel Ausschau hielt. Völlig verborgen zwischen den geschäftigen Einkaufsstrassen von Leiden befand sich die Hartebrugkerk. Ich trat ein und kam sogleich ins Gespräch mit der Küstersfrau. Diese wusste mir zu berichten, dass Jan Schmitz einmal in dieser Kirche Organist gewesen war. Jan Schmitz war damals aktiv in der Stiftung Orgelzentrum Leiden.

In der Hartebrugkerk hatte ich nur für eine kurze Zeit studiert, da schnell deutlich wurde, dass durch die intensive Nutzung der Kirche, ein regelmässiges Üben nicht möglich war. Glücklicherweise konnte ich wohl noch eine Aufführung in der Adventszeit realisieren.


Santiago de Compostela - Spanien

Kathedrale ( 1995 )

1994 unternahm ich gemeinsam mit meiner Ehefrau Inge die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela per Auto. Dass wir diese Fahrt mit dem Auto unternahmen erwähne ich deshalb, da der „Camino“ eigentlich laufend oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden sollte. Schon seit Jahren war ich Mitglied der Flämischen Genossenschaft von Santiago de Compostela in Belgiën.  Durch die regelmässigen Besuche der Genossenschaftstreffen, wurde ich, ob ich wollte oder nicht, völlig begeistert von der Idee, das Grab des Apostels Jacobus zu besuchen. Es wurde eine beeindruckende Fahrt, obwohl wir nicht alles sehen konnten. Nach dem Besuch der Kathedrale, begann es in mir zu brodeln. Was konnte es schöneres geben, als in dieser Kathedrale ein Konzert aufzuführen.

Wieder zu Hause angekommen, machte ich mich sogleich an die Arbeit. Durch die Vermittlung einiger Vorstandsmitglieder der Flämischen Genossenschaft von Santiago de Compostela – Gerrit van Lent und Dirk Aerts -  bekam ich die Zustimmung des Präsidiums der Kathedrale, und durfte kommen. Da ich auch noch am 25. Mai Geburtstag hatte, schien es mir ein passendes Geschenk, um abends das Konzert zu geben. Dies geschah auch im darauffolgenden Jahr (1995).

Dies war ein unvergleichbares Erlebnis. Mittags hatte ich eine Stunde Zeit , um zu üben, also nicht besonders viel Vorbereitungszeit. Auch hatte ich Pech, da die Orgel verstimmte war und sich auch sonst nicht in perfektem Zustand befand. Der sympathische Organist der Kathedrale gestand mir, dass die Orgel eigentlich überholt werden sollte, was mehr als wahr war. Und dann gab ich abends das Konzert während die Besucher in der Kathedrale herumliefen. Meine Frau Inge hatte ich beauftragt, um von diesem Ereignis Video- und Audioaufnahmen zu machen. Dies war ein Meilenstein in meinem Orgelleben.


Santiago de Compostela
Kathedrale - Exterieur



Santiago de Compostela
Zwei gegenübergestellte Fronten
Santiago de Compostela
Die Spanischen Trompeten aus der Nähe
Santiago de Compostela
         Verbindung nach unten via eines Monitors und                Lautsprecher. Der Abstand zum Priesterchor
         unten war enorm.



Santiago de Compostela
Inge bereitet die Videokamera vor während Organist
Manuel Gesto Garcia zuschaut

Santiago de Compostela
    Vertrautmachen mit der Orgel


santiago
Organist Manuel Gesto Garcia schaut zu.

Einige Wochen später schickte mir Manuel Gesto Garcia folgende Nachrichten en dies  ist die Übersetzung ins Niederländische.

engeltje